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BeratungsförderungSolo-geeignetGeringer AufwandOffen

Rahmenrichtlinie zur Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

Das BAFA bezuschusst externe Unternehmensberatung für KMU und Freiberufler — zu allen Themen der Unternehmensführung, auch Digitalisierung und KI-Strategie. Du bekommst 50 % (West) bzw. 80 % (Ost) erstattet, maximal 1.750 bzw. 2.800 €. Bis zu zwei Beratungen pro Jahr, fünf insgesamt bis Ende 2026.

Wichtig: Antrag VOR Beauftragung stellen

Bei diesem Programm musst du den Förderantrag stellen, bevor du Aufträge vergibst oder Verträge unterschreibst. Sonst verfällt der Anspruch.

Förderhöhe

bis 2.800 €

Förderquote

bis 80%

ab 50%

Aufwand

Geringer Aufwand

ca. 3-8 Stunden

Bewilligung

1-2 Wo.

Was wird gefördert?

Die BAFA-Beratungsförderung ist das bekannteste Bundesprogramm für Unternehmensberatung — und für viele KMU der einfachste Einstieg, sich professionelle Hilfe zu holen. **Was wird gefördert?** Externe Beratung zu praktisch allen Themen der Unternehmensführung: Strategie, Finanzen, Personal, Organisation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung, Gleichstellung. Auch eine KI-Strategieberatung kann gefördert werden. Wichtig: Nur individuelle Beratung zählt — Seminare und Standardworkshops sind nicht förderfähig. **Wer kann beantragen?** Alle KMU und Freiberufler mit Sitz in Deutschland, die bereits wirtschaftlich aktiv sind. Soloselbständige sind dabei. Ausgeschlossen sind Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker — außer es geht um Qualitätsmanagement. **Wie viel gibt es?** Der Zuschuss richtet sich nach dem Standort deines Unternehmens: *Alte Bundesländer (inkl. Berlin und Leipzig):* 50 % der Beratungskosten, maximal 1.750 €. Die Bemessungsgrundlage (der Betrag auf den sich die Förderquote bezieht) liegt bei 3.500 €. *Neue Bundesländer (ohne Berlin/Leipzig) + Lüneburg + Trier:* 80 % der Beratungskosten, maximal 2.800 €. Rechenbeispiel West: Dein Berater stellt 3.500 € in Rechnung. Du bekommst 1.750 € vom Staat, dein Eigenanteil: 1.750 €. Rechenbeispiel Ost: Gleiche Rechnung, du bekommst 2.800 €, dein Eigenanteil: nur 700 €. Neu seit 15. November 2025: Wenn du nicht vorsteuerabzugsberechtigt bist (z.B. als Kleinunternehmer), zählt jetzt der Bruttobetrag als Bemessungsgrundlage — das spart dir zusätzlich rund 250 €. Du kannst bis zu zwei Beratungen pro Jahr fördern lassen, insgesamt fünf bis Ende 2026. **Wie funktioniert der Antrag?** Online-Antrag beim BAFA. Eine Leitstelle (eine Prüfstelle wie z.B. der DIHK oder die IHK, die deinen Antrag vorprüft) checkt die Voraussetzungen und schickt dir ein Informationsschreiben. Erst DANACH darfst du den Beratungsvertrag unterschreiben und mit der Beratung starten. Wenn du im ersten Jahr nach deiner Gründung bist, musst du vorher noch ein kostenloses Informationsgespräch mit einem Regionalpartner (z.B. deiner IHK oder HWK) führen. **Was ist der größte Vorteil?** Thematisch extrem breit — du kannst dich zu fast allem beraten lassen, was dein Unternehmen betrifft. Der Antrag ist digital und relativ unkompliziert. Und die Inaussichtstellung der Förderung kommt innerhalb von drei Werktagen. **Was ist der Haken?** Der Zuschuss ist mit maximal 1.750 € (West) klein — das deckt je nach Berater nur ein bis zwei Beratungstage. Du musst die gesamten Beratungskosten vorfinanzieren und bekommst den Zuschuss erst nach Prüfung aller Unterlagen. Der Berater MUSS beim BAFA registriert sein — eine öffentlich durchsuchbare Liste gibt es aber nicht. Und die zeitliche Abfolge ist strikt: Kein Vertrag vor dem Informationsschreiben der Leitstelle.

⚠️ Ehrlich gesagt: Das ist der größte Nachteil

Der Zuschuss ist klein: maximal 1.750 € (West) bzw. 2.800 € (Ost) pro Beratung. Bei typischen Beraterhonoraren von 1.000–1.500 € pro Tag deckt das nur ein bis zwei Tage. Der Berater muss beim BAFA registriert sein, aber die Liste ist nicht öffentlich einsehbar. Und die zeitliche Abfolge ist strikt — wer den Vertrag vor dem Informationsschreiben unterschreibt, verliert die Förderung komplett.

So läuft der Antrag – Schritt für Schritt

1

BAFA-registrierten Berater finden

Suche einen Berater, der beim BAFA registriert ist. Wichtig: Die BAFA-Beraterliste ist nicht öffentlich einsehbar — du musst den Berater direkt fragen, ob er eine aktive BAFA-Berater-ID hat. Tipps zur Suche: IHK, HWK, existenzgruender.de oder Branchennetzwerk.

1–2 Wochen

2

Bei Jungunternehmen: Informationsgespräch führen

Wenn dein Unternehmen im ersten Jahr nach der Gründung ist, musst du zuerst ein kostenloses Informationsgespräch mit einem Regionalpartner (z.B. IHK, HWK) führen. Du bekommst eine Bestätigung, die du für den Antrag brauchst. Frist: Antrag innerhalb von drei Monaten nach dem Gespräch stellen.

30–60 Minuten, Termin ggf. 1–2 Wochen Vorlauf

3

Online-Antrag beim BAFA stellen

Stelle den Antrag über das Online-Portal des BAFA. Du gibst Unternehmensdaten, Beratungsthema und Berater an. Die Leitstelle (z.B. DIHK) prüft die Voraussetzungen und schickt dir ein Informationsschreiben — das ist die unverbindliche Zusage.

Antrag: 20–30 Minuten. Informationsschreiben: ca. 3 Werktage

4

Informationsschreiben abwarten — dann Beratung starten

WICHTIG: Erst nach Erhalt des Informationsschreibens der Leitstelle darfst du den Beratungsvertrag unterschreiben und mit der Beratung beginnen. Vorher keinen Vertrag abschließen — sonst keine Förderung.

Ca. 3 Werktage nach Antrag

5

Beratung durchführen und bezahlen

Führe die Beratung innerhalb von sechs Monaten nach Erhalt des Informationsschreibens durch. Bezahle die Rechnung vollständig (mindestens den Eigenanteil muss auf deinem Kontoauszug nachweisbar sein).

Innerhalb von 6 Monaten

6

Verwendungsnachweis einreichen und Zuschuss erhalten

Reiche innerhalb von sechs Monaten nach dem Informationsschreiben alle Unterlagen über das BAFA-Portal ein: Verwendungsnachweis (von dir und dem Berater unterschrieben), Beratungsbericht, Rechnung, Kontoauszug, De-minimis-Erklärung (eine kurze Bestätigung dass du nicht schon zu viel Förderung bekommen hast), KMU-Erklärung. Die Leitstelle prüft und leitet ans BAFA weiter. Das BAFA zahlt den Zuschuss aus.

Einreichung: 30–60 Minuten. Auszahlung: einige Wochen nach Prüfung

Diese Unterlagen brauchst du

Mit dem Antrag einreichen

Online-Antrag über BAFA-Antragsplattform
Unternehmensdaten
Angaben zum Berater (BAFA-Berater-ID)
Ggf. Gesprächsbestätigung Regionalpartner (Jungunternehmen)

Vor dem Antrag

BAFA-registrierten Berater identifizieren (Berater-ID erfragen)
Beratungsthema definieren
Bei Jungunternehmen (<12 Monate): Informationsgespräch mit Regionalpartner (IHK, HWK) führen und Bestätigung sichern

Nach Projektende

Verwendungsnachweisformular (unterschrieben von Unternehmer und Berater)
Beratungsbericht des Beraters
Rechnung der Beratungsleistung
Kontoauszug über Zahlung des Honorars (mindestens Eigenanteil)
De-minimis-Erklärung (unterschrieben)
EU-KMU-Erklärung (unterschrieben)
Bestätigungsschreiben der Leitstelle
Monitoring-Fragebogen (für Anträge ab 01.01.2023)
Fragebogen bereichsübergreifende Grundsätze ESF Plus (für Anträge ab 01.01.2023)
Alle Belege 5 Jahre aufbewahren (De-minimis-Erklärung: 10 Jahre)

Während des Projekts

Beratung innerhalb von 6 Monaten nach Informationsschreiben durchführen
Rechnung vollständig bezahlen (Kontoauszug als Nachweis aufbewahren)

Praxis-Tipps

💡

Frage deinen Berater VOR dem Erstgespräch, ob er eine aktive BAFA-Berater-ID hat. Ohne BAFA-Registrierung zum Zeitpunkt der Abrechnung gibt es keine Förderung — egal wie gut die Beratung war.

💡

Nutze die volle Bemessungsgrundlage von 3.500 € aus. Eine Beratung, die nur 2.000 € kostet, wird zwar gefördert — aber du verschenkst Zuschuss-Potenzial.

💡

Wenn du Kleinunternehmer bist (keine Vorsteuer), profitierst du seit November 2025 besonders: Der Bruttobetrag zählt jetzt als Bemessungsgrundlage. Das bringt dir ca. 250 € mehr Zuschuss.

💡

Du kannst bis zu zwei Beratungen pro Jahr und fünf insgesamt bis Ende 2026 beantragen. Nutze das strategisch: z.B. eine Beratung zu Digitalisierung und eine zu Fördermitteln.

Häufige Fragen

Wer kann die BAFA-Beratungsförderung beantragen?

Alle KMU und Freiberufler mit Sitz in Deutschland, die bereits wirtschaftlich aktiv sind. Soloselbständige sind dabei. Ausgeschlossen: Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Heilpraktiker (außer für Qualitätsmanagement-Beratung).

Wie viel Geld bekomme ich?

West (inkl. Berlin, Leipzig): 50 % von max. 3.500 € Beratungskosten = max. 1.750 €, dein Eigenanteil: 1.750 €. Ost (ohne Berlin/Leipzig) + Lüneburg + Trier: 80 % = max. 2.800 €, dein Eigenanteil: nur 700 €.

Wozu kann ich mich beraten lassen?

Zu praktisch allem was dein Unternehmen betrifft: Strategie, Finanzen, Personal, Organisation, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung. Auch eine KI-Strategieberatung ist förderfähig. Nicht förderfähig: Seminare und Standard-Workshops.

Wie finde ich einen BAFA-registrierten Berater?

Die BAFA-Beraterliste ist leider nicht öffentlich einsehbar. Frage Berater direkt nach ihrer BAFA-Berater-ID. Tipps: IHK, HWK, existenzgruender.de oder dein berufliches Netzwerk. Der Berater muss zum Zeitpunkt der Abrechnung registriert sein.

Darf ich den Beratungsvertrag sofort unterschreiben?

Nein. Erst nach Erhalt des Informationsschreibens der Leitstelle (einer Prüfstelle wie z.B. dem DIHK) darfst du den Vertrag unterschreiben. Das Schreiben kommt ca. 3 Werktage nach Antragstellung. Vorher keine Vereinbarung treffen — auch nicht mündlich.

Wie oft kann ich die Förderung nutzen?

Bis zu zwei Beratungen pro Jahr und insgesamt fünf innerhalb der Richtliniendauer (bis 31. Dezember 2026). Jede Beratung muss ein in sich abgeschlossenes Thema behandeln.

Kann ich die BAFA-Beratung mit dem Digitalbonus kombinieren?

Ja — sogar strategisch sinnvoll: Erst BAFA-Beratung für die Digitalisierungsstrategie, dann Digitalbonus für die Umsetzung. Die De-minimis-Grenze (eine EU-Regel die verhindert, dass ein Unternehmen zu viel Förderung auf einmal bekommt) darf aber nicht überschritten werden.

Für wen?

Region

Bundesweit

Unternehmensgröße

Solo-SelbständigKleinstunternehmen (1-9)Kleinunternehmen (10-49)Mittlere Unternehmen (50-249)

Branchen

Alle Branchen

Rechtsform

Keine Einschränkung der Rechtsform. Auch Freie Berufe sind antragsberechtigt.

Offizielle Beschreibung

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige der Freien Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland, die bereits am Markt wirtschaftlich tätig sind. Innerhalb der Geltungsdauer der Förderrichtlinie (bis 31. Dezember 2026) kann jedes förderberechtigte Unternehmen maximal fünf in sich abgeschlossene Beratungen gefördert bekommen, jedoch nicht mehr als zwei pro Jahr.

Kontakt & Links

Offizielle Programm-WebsiteZum Antragsportal

Ansprechpartner

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Beratungsförderung

De-minimis-Beihilfe

Der Zuschuss wird als De-minimis-Beihilfe gewährt. De-minimis-Erklärung ist bei der Abrechnung einzureichen und 10 Jahre aufzubewahren.

Passt dieses Programm zu dir?

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Die hier dargestellten Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und der redaktionellen Einordnung durch ki-boost.io. Für verbindliche Auskünfte wende dich an die jeweilige Förderstelle. Wir erbringen keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung. Stand: März 2026.