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ZuschussHoher AufwandOffen

Förderprogramm Entwicklung digitaler Technologien 2022 bis 2026

Du bist Teil eines Konsortiums (einer Gruppe aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen) und wollt gemeinsam eine neue digitale Technologie entwickeln — KI, 5G-Anwendungen, Cybersecurity oder digitale Plattformen? Das Förderprogramm 'Entwicklung digitaler Technologien' des Bundes bezuschusst solche Verbundprojekte mit bis zu 50% der Kosten (KMU mit Bonus bis zu 65%). Das Programm läuft bis 30. Juni 2026 — letzte Förderaufrufe sind aktiv.

Wichtig: Antrag VOR Beauftragung stellen

Bei diesem Programm musst du den Förderantrag stellen, bevor du Aufträge vergibst oder Verträge unterschreibst. Sonst verfällt der Anspruch.

Förderhöhe

bis 35.000.000 €

Förderquote

bis 100%

ab 50%

Aufwand

Hoher Aufwand

Bewilligung

Was wird gefördert?

Das Förderprogramm 'Entwicklung digitaler Technologien' (2022–2026) ist ein FuE-Verbundprogramm (FuE = Forschung und Entwicklung) des Bundeswirtschaftsministeriums. Es fördert technologisch anspruchsvolle, vorwettbewerbliche (das bedeutet: noch nicht für den direkten Marktverkauf fertig) Projekte, bei denen Unternehmen mit Forschungseinrichtungen oder anderen Unternehmen zusammenarbeiten. **Wichtig vorab:** Das ist kein Programm für Einzelunternehmen, die eine Software kaufen oder KI einführen wollen. Es ist für Unternehmen, die aktiv an der Entwicklung neuer digitaler Technologien mitwirken — als Teil eines Forschungsverbunds. **Themen der Förderaufrufe:** KI-Methoden und -Anwendungen, Cybersicherheit, 5G/6G-Kommunikation, Quantencomputing (Zukunftscomputer die bestimmte Berechnungen tausendmal schneller durchführen), digitale Plattformen, Geoinformationssysteme, vertrauenswürdige digitale Identitäten, Industrie 4.0. **Wer kann mitmachen:** Unternehmen aller Größen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen — in der Regel als Verbund mit 3-5 Partnern. KMU sind ausdrücklich erwünscht und bekommen eine erhöhte Förderquote (KMU-Bonus, bis zu 65% statt der Standard-50%). **Wie es abläuft:** Das Programm veröffentlicht regelmäßig einzelne Förderaufrufe zu bestimmten Themen. Du reichst eine Projektskizze ein — wenn die positiv bewertet wird, stellst du einen formalen Antrag. Es ist ein Wettbewerb: Nicht alle Skizzen werden gefördert. **Rechenbeispiel:** Ein KMU beteiligt sich an einem KI-Verbundprojekt mit 600.000 € eigenem Projektanteil. Als KMU mit Bonus erhält es 65% = 390.000 € Zuschuss. Eigenanteil: 210.000 €. Die Forschungseinrichtung im Verbund bekommt bis zu 100% ihrer Kosten erstattet.

⚠️ Ehrlich gesagt: Das ist der größte Nachteil

Dieses Programm ist nicht für Einzelunternehmen geeignet, die einfach digitalisieren wollen. Es erfordert ein Konsortium, einen echten FuE-Charakter und einen langen Atem — von der Skizze bis zur Förderentscheidung vergehen oft 6-12 Monate. Das Verfahren ist aufwendig und das Ergebnis ungewiss (Wettbewerb). Für KMU ohne FuE-Erfahrung ist der ZIM-Zuschuss (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) oft der bessere Einstieg. Das Programm läuft zudem am 30.06.2026 aus — neue Anträge für neue Projekte sind nur noch bis dahin möglich.

So läuft der Antrag – Schritt für Schritt

1

Schritt 1: Aktuelle Förderaufrufe prüfen — auf www.digitale-technologien.de, welche Aufrufe passen thematisch, was sind die Stichtage?

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Schritt 2: Konsortium bilden — Passende Partner finden: andere Unternehmen, Hochschulen, Fraunhofer-Institute. DLR Projektträger kann bei der Partnersuche helfen.

3

Schritt 3: Projektskizze einreichen — Laut Vorgaben des Förderaufrufs beim DLR Projektträger (Stufe 1 des Verfahrens).

4

Schritt 4: Bewertung abwarten — DLR prüft Skizze. Bei positivem Bescheid: Formaler Antrag über easy-Online.

5

Schritt 5: Verbundvertrag abschließen — Alle Partner legen Rechte, Pflichten und Kostenaufteilung fest.

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Schritt 6: Projekt durchführen — Regelmäßige Berichte, Mittelabrufe, Zusammenarbeit mit DLR Projektträger.

Diese Unterlagen brauchst du

Mit dem Antrag einreichen

Projektskizze (Stufe 1) gemäß Vorgaben des Förderaufrufs beim DLR Projektträger einreichen
Bei positiver Bewertung: Formaler Antrag über easy-Online (foerderportal.bund.de)
Für KMU: Nachweis KMU-Status für KMU-Bonus
Verbundvertrag zwischen allen Projektpartnern (vor Projektbeginn)

Vor dem Antrag

Aktuellen Förderaufruf auf www.digitale-technologien.de lesen — Thema, Stichtage, Anforderungen prüfen
Konsortium zusammenstellen (typisch 3-5 Partner: Unternehmen + Forschungseinrichtungen)
Projektidee auf Übereinstimmung mit Förderaufruf prüfen

Nach Projektende

Abschlussbericht
Verwertungsplan — wie werden die Ergebnisse kommerziell genutzt?
Verwendungsnachweis (Belegliste aller Ausgaben)

Während des Projekts

Sachberichte (regelmäßige Zwischenberichte an DLR Projektträger)
Mittelabrufe für bereits erbrachte Leistungen
Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung der Fördermittel

Praxis-Tipps

💡

Lies jeden neuen Förderaufruf sorgfältig — die Themen und Anforderungen variieren stark zwischen den Aufrufen. Nicht jede KI-Idee passt in jeden Aufruf.

💡

Fraunhofer-Institute, Technische Universitäten und Steinbeis-Zentren sind häufige Forschungspartner in Verbundprojekten — wende dich proaktiv an regionale Einrichtungen.

💡

Lass dich vom DLR Projektträger vor der Skizzeneinreichung beraten — ein kurzes Erstgespräch erhöht die Treffsicherheit erheblich.

💡

Für kleinere KMU ohne FuE-Erfahrung: Zuerst ZIM (einfacher, schneller, für kleinere Vorhaben) — dann Entwicklung digitaler Technologien wenn Erfahrung aufgebaut ist.

Häufige Fragen

Kann ich als Einzelunternehmen ohne Forschungspartner einen Antrag stellen?

In der Regel nein — das Programm fördert Verbundprojekte mit typischerweise 3-5 Partnern. Mindestens ein Unternehmen und in der Regel eine Forschungseinrichtung (Hochschule, Fraunhofer, etc.) sollten beteiligt sein. Einzelvorhaben sind die Ausnahme und müssen besonders begründet werden. Für Einzelunternehmen ist ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand — ein Zuschuss für KMU-eigene FuE-Projekte) meist die bessere Alternative.

Wie finde ich passende Forschungspartner für ein Verbundprojekt?

Der DLR Projektträger hilft bei der Partnersuche. Außerdem gibt es auf der Programmwebsite eine Partnersuche-Funktion. Fraunhofer-Institute, Technische Universitäten und regionale Hochschulen sind typische Kooperationspartner. Auch IHK und Branchenverbände vermitteln oft Kontakte.

Wie lange dauert es von der Skizze bis zur Förderentscheidung?

Rechne mit 6-12 Monaten vom Stichtag der Skizzeneinreichung bis zum Förderbescheid. Das Verfahren ist zweistufig: Skizze → Bewertung → formaler Antrag → Prüfung → Bescheid. Plane das in deiner Projektplanung ein — mit dem Projekt darf erst nach Bescheid begonnen werden.

Was passiert wenn meine Skizze nicht ausgewählt wird?

Du bekommst eine Begründung vom DLR Projektträger. Du kannst dein Vorhaben überarbeiten und bei einem späteren Förderaufruf neu einreichen. Eine abgelehnte Skizze schließt nicht aus, es erneut zu versuchen.

Das Programm läuft bis Juni 2026 aus — lohnt ein neuer Antrag noch?

Für laufende Skizzenverfahren zu aktuellen Förderaufrufen ja. Neue Verbundprojekte, die erst jetzt gestartet werden, haben jedoch sehr wenig Vorlaufzeit bis zum 30.06.2026. Erkundige dich direkt beim DLR Projektträger, welche Aufrufe noch eine realistische Einreichungschance haben.

Für wen?

Region

Bundesweit

Unternehmensgröße

Kleinunternehmen (10-49)Mittlere Unternehmen (50-249)KMU (bis 499)

Branchen

InformationstechnologieProduktion / IndustrieDienstleistung

Kontakt & Links

Offizielle Programm-WebsiteZum Antragsportal

Ansprechpartner

DLR Projektträger — Gesellschaft, Innovation, Technologie (Bereich IKT)

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Die hier dargestellten Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und der redaktionellen Einordnung durch ki-boost.io. Für verbindliche Auskünfte wende dich an die jeweilige Förderstelle. Wir erbringen keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung. Stand: März 2026.