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ZuschussSolo-geeignetHoher AufwandOffen

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Das ZIM ist Deutschlands größtes Förderprogramm für Forschung und Entwicklung im Mittelstand. Du bekommst 25–55 % deiner FuE-Kosten (Forschung und Entwicklung) als nicht rückzahlbaren Zuschuss. Technologie- und branchenoffen. Einzelprojekte bis 690.000 €, Kooperationen bis 3 Mio. €.

Wichtig: Antrag VOR Beauftragung stellen

Bei diesem Programm musst du den Förderantrag stellen, bevor du Aufträge vergibst oder Verträge unterschreibst. Sonst verfällt der Anspruch.

Förderhöhe

variabel

ab 1.000 €

Förderquote

bis 60%

ab 25%

Aufwand

Hoher Aufwand

ca. 30-80 Stunden

Bewilligung

8-20 Wo.

Was wird gefördert?

Das ZIM ist das Schwergewicht unter den Innovationsprogrammen: Über 40.000 Projekte wurden seit seiner Einführung bewilligt, mit einem Jahresbudget von über 270 Mio. €. Wenn du ein innovatives Produkt, Verfahren oder eine technische Dienstleistung entwickeln willst, ist das ZIM oft der richtige Hebel. **Was wird gefördert?** Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE — also wenn du etwas Neues entwickelst, das den aktuellen Stand der Technik übertrifft) aus allen Branchen und Technologiebereichen. Ob KI, Robotik, Materialforschung, Medizintechnik oder Handwerks-Innovation — das ZIM ist komplett themenoffen. Gefördert werden drei Projektformen: *Einzelprojekte:* Du entwickelst allein. Bis zu 690.000 € förderfähige Kosten, Zuschuss 25–45 % je nach Unternehmensgröße. *Kooperationsprojekte:* Du entwickelst mit einem Partner (anderes Unternehmen oder Forschungseinrichtung). Bis zu 560.000 € pro Unternehmen, maximal 3 Mio. € Gesamtprojekt. Zuschuss 30–55 %, bei internationalen Kooperationen bis 60 %. *Innovationsnetzwerke:* Mindestens 6 Unternehmen schließen sich zusammen. Netzwerkmanagement wird separat gefördert. Neu seit 2025: Bis zu 35 % der Personalkosten können für externe Fachkräfte (z.B. IT-Freelancer) angesetzt werden. Markteinführungskosten werden bis 18 Monate nach Projektende bezuschusst. **Wer kann beantragen?** KMU und mittelständische Unternehmen bis 499 Mitarbeiter und unter 50 Mio. € Umsatz. Handwerk und Freie Berufe sind dabei. Bei Kooperationen auch Unternehmen bis 1.000 Mitarbeiter. Betriebsstätte in Deutschland ist Pflicht. **Wie viel gibt es?** Rechenbeispiel Einzelprojekt (kleines Unternehmen): Du entwickelst eine KI-basierte Qualitätsprüfung. FuE-Kosten: 400.000 € (Personalkosten, externe Dienstleister, Material). Bei 45 % Förderquote: 180.000 € Zuschuss. Dein Eigenanteil: 220.000 €. Der Zuschuss ist nicht rückzahlbar. Rechenbeispiel Kooperation: Du entwickelst zusammen mit einer Hochschule. Deine Kosten: 300.000 €, die Hochschule 200.000 €. Du bekommst 55 % = 165.000 €, die Hochschule bis zu 100 % = 200.000 €. Gesamtförderung: 365.000 €. **Wie funktioniert der Antrag?** Seit November 2025 läuft die Antragstellung komplett digital über die Förderzentrale Deutschland. Du reichst deinen Antrag beim zuständigen Projektträger ein — für Einzelprojekte bei der EURONORM GmbH, für Kooperationen bei der AiF Projekt GmbH. Kostenlose Webinare zu ZIM-Anträgen werden regelmäßig angeboten. **Was ist der größte Vorteil?** Komplett technologie- und branchenoffen, kein thematischer Engpass. Die Fördersummen sind deutlich höher als bei Landesprogrammen. Und für junge und kleine Unternehmen gibt es seit 2025 verbesserte Konditionen inkl. Durchführbarkeitsstudien. **Was ist der Haken?** Der Antrag ist anspruchsvoll: Du brauchst einen detaillierten Forschungsplan, eine klare Abgrenzung zum Stand der Technik (was es bisher gibt und warum dein Ansatz besser ist) und eine Darstellung der wirtschaftlichen Verwertung. Ohne FuE-Erfahrung oder einen Innovationsberater ist das für die meisten KMU allein kaum zu schaffen. Die Bearbeitungszeit hängt stark von der Qualität der Unterlagen ab.

⚠️ Ehrlich gesagt: Das ist der größte Nachteil

Der Antrag ist deutlich aufwändiger als bei Digitalbonus oder BAFA: Du brauchst eine fundierte technische Projektbeschreibung, einen Arbeitsplan mit Meilensteinen, eine Abgrenzung zum Stand der Technik und einen Verwertungsplan. Ohne FuE-Erfahrung oder Innovationsberater schaffen das die wenigsten KMU allein. Rechne mit 20–40 Stunden Aufwand nur für den Antrag.

So läuft der Antrag – Schritt für Schritt

1

Projektidee prüfen und konkretisieren

Prüfe ob dein Projekt echte FuE (Forschung und Entwicklung) ist: Ist es neu? Geht es über den Stand der Technik (was es bisher gibt) hinaus? Gibt es technische Unsicherheiten? Nutze die kostenlosen ZIM-Webinare oder ruf den zuständigen Projektträger an.

1–2 Wochen

2

Antrag über die Förderzentrale Deutschland stellen

Seit November 2025 geht die Antragstellung komplett digital über das Portal der Förderzentrale Deutschland. Du beschreibst dein Projekt: Ziel, Innovationsgehalt, Arbeitsplan, Kostenplan, wirtschaftliche Verwertung. Bei Kooperationen: Alle Partner reichen ihre Anträge innerhalb von zwei Wochen ein.

20–40 Stunden (erfahrungsabhängig)

3

Prüfung durch den Projektträger

Der Projektträger prüft deinen Antrag auf Förderfähigkeit und Qualität. Je besser und vollständiger deine Unterlagen, desto schneller die Bearbeitung. Nachfragen sind möglich.

Variabel — einige Wochen bis mehrere Monate

4

Bewilligung und Projektstart

Bei positivem Ergebnis bekommst du einen Zuwendungsbescheid (deinen Förderbescheid). Ab dann kannst du mit dem Projekt starten. Wichtig: Vor der Bewilligung keine Aufträge erteilen.

Projektlaufzeit laut Bewilligung

5

Projekt durchführen und abrechnen

Setze dein FuE-Projekt um, dokumentiere die Ergebnisse und rechne die Kosten mit dem Projektträger ab. Zwischenberichte können erforderlich sein. Nach Abschluss: Schlussbericht und Verwendungsnachweis (dein Abschlussbericht — du zeigst wofür du das Geld ausgegeben hast).

Je nach Projektumfang

Diese Unterlagen brauchst du

Mit dem Antrag einreichen

Online-Antrag über Förderzentrale Deutschland
Detaillierte technische Projektbeschreibung mit Innovationsgehalt
Arbeitsplan mit Meilensteinen
Kostenplan (Personal, Material, Aufträge an Dritte)
Verwertungsplan (wirtschaftliche Nutzung der Ergebnisse)
Bei Kooperation: Kooperationsvereinbarung, Anträge aller Partner

Vor dem Antrag

Projektidee mit FuE-Charakter entwickeln (Neuheit, Stand der Technik)
Kostenlose Vorab-Beratung beim zuständigen Projektträger nutzen
Ggf. Kooperationspartner identifizieren (Unternehmen oder Forschungseinrichtung)
Ggf. ZIM-Webinar besuchen

Nach Projektende

Schlussbericht
Verwendungsnachweis
Kostennachweise (Rechnungen, Zahlungsbelege)
Ggf. Antrag auf Markteinführungskosten (bis 18 Monate nach Projektende)

Während des Projekts

Projektdurchführung gemäß Arbeitsplan
Zwischenberichte nach Bedarf
Kostennachweise für Abrechnungen
Dokumentation der FuE-Ergebnisse

Praxis-Tipps

💡

Nutze die kostenlosen ZIM-Webinare des BMWE — die erklären genau, worauf es im Antrag ankommt. Termine auf zim.de.

💡

Ruf vor dem Antrag den zuständigen Projektträger an und besprich deine Projektidee. Die geben dir ehrliches Feedback ob dein Projekt förderfähig ist — kostenlos und unverbindlich.

💡

Kooperationsprojekte bekommen höhere Förderquoten als Einzelprojekte. Wenn du eine Hochschule oder Forschungseinrichtung als Partner findest, steigt dein Zuschuss von 45 % auf 55 %.

💡

Kombiniere ZIM mit der Forschungszulage: Die ZIM-Förderung deckt einen Teil der Kosten, die restlichen Personalkosten (dein Eigenanteil) kannst du über die Forschungszulage (25–35 % Steuergutschrift) zusätzlich fördern lassen.

Häufige Fragen

Wer kann ZIM-Förderung beantragen?

KMU und mittelständische Unternehmen bis 499 Mitarbeiter und unter 50 Mio. € Umsatz. Handwerk und Freie Berufe sind dabei. Bei Kooperationen auch bis 1.000 Mitarbeiter. Betriebsstätte in Deutschland ist Pflicht.

Was genau zählt als Forschung und Entwicklung?

Du entwickelst ein neues Produkt, Verfahren oder eine technische Dienstleistung, die den bisherigen Stand der Technik (das was es bisher gibt) deutlich übertrifft. Reine Anpassungsentwicklung oder Routinearbeit zählt nicht. Die Projekte müssen technisch anspruchsvoll und wirtschaftlich verwertbar sein.

Wie viel Zuschuss bekomme ich konkret?

Einzelprojekt (kleines Unternehmen): 45 % von bis zu 690.000 € förderfähigen Kosten = bis zu 310.500 €. Kooperationsprojekt: bis zu 55 % von 560.000 € = bis zu 308.000 € pro Unternehmen. Rechenbeispiel: 400.000 € FuE-Kosten × 45 % = 180.000 € Zuschuss, dein Eigenanteil: 220.000 €.

Ist der Antrag wirklich so aufwändig?

Ja — deutlich aufwändiger als Digitalbonus oder BAFA. Du brauchst Projektbeschreibung, Arbeitsplan, Kostenplan und Verwertungsplan. Rechne mit 20–40 Stunden. Dafür sind die Fördersummen auch zehnmal höher. Tipp: Nutze die kostenlosen Webinare und die Vorab-Beratung beim Projektträger.

Kann ich ZIM mit der Forschungszulage kombinieren?

Ja — und das lohnt sich doppelt. Das ZIM bezuschusst einen Teil deiner FuE-Kosten. Deinen Eigenanteil (die restlichen Personalkosten) kannst du zusätzlich über die Forschungszulage (25–35 % Steuergutschrift) fördern lassen. Beide Programme laufen nach AGVO (einer EU-Beihilferegelung) und blockieren sich nicht.

Was sind die Neuerungen 2025?

Neue Richtlinie ab 01.01.2025: Höhere Fördersätze, bessere Konditionen für junge und kleine Unternehmen, bis zu 35 % der Personalkosten für externe Fachkräfte ansetzbar, Durchführbarkeitsstudien bis 12 Monate, Markteinführung bis 18 Monate nach Projektende, volldigitale Antragstellung seit November 2025.

Für wen?

Region

Bundesweit

Unternehmensgröße

Solo-SelbständigKleinstunternehmen (1-9)Kleinunternehmen (10-49)Mittlere Unternehmen (50-249)KMU (bis 499)

Branchen

InformationstechnologieSonstigeProduktion / IndustrieDienstleistungHandel

Rechtsform

Keine Einschränkung. Auch Handwerk und Freie Berufe. Betriebsstätte in Deutschland erforderlich.

Offizielle Beschreibung

Mittelständische Unternehmen einschließlich des Handwerks und der unternehmerisch tätigen freien Berufe. KMU gemäß EU-Definition sowie weitere mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von unter 50 Millionen Euro mit einer Betriebsstätte in Deutschland. Bei Kooperationsprojekten: Auch Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte sind förderfähig. Forschungseinrichtungen in Kooperation mit KMU.

Kontakt & Links

Offizielle Programm-WebsiteZum Antragsportal

Ansprechpartner

Projektträger ZIM — je nach Projektform: EURONORM GmbH (Einzelprojekte), AiF Projekt GmbH (Kooperationen), VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (Netzwerke)

zim@euronorm.de (Einzelprojekte) / zim@aif-projekt-gmbh.de (Kooperationen) / zim@vdivde-it.de (Netzwerke)030 97003-222 (EURONORM) / 030 48163-3 (AiF) / 030 310078-380 (VDI/VDE)

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Die hier dargestellten Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen und der redaktionellen Einordnung durch ki-boost.io. Für verbindliche Auskünfte wende dich an die jeweilige Förderstelle. Wir erbringen keine Rechts-, Steuer- oder Fördermittelberatung. Stand: März 2026.